Großflächige Trockenmauersanierung in Roßwager Halde

Der Heimatverein Backhäusle e.V. setzt sich für die großflächige Trockenmauersanierung in der Roßwager Halde ein. Nun wird sein Engagement von Edeka Südwest unterstützt.

Am 14.10.2019 fand die symbolische Scheckübergabe in Höhe von 4.000 Euro im EDEKA Arlt in Vaihingen statt.

Scheckübergabe an Herrn Bernd Essig, den Vorsitzenden des Heimatvereins Backhäusle, überreicht von Michaela Meyer, Geschäftsbereichsleiterin Nachhaltigkeit bei Edeka Südwest.
Daneben und im Hintergrund Vertreter der Landsiedlung, der Stiftung NatureLife- und der Lembergerland Kellerei.

Die aus dem Mittelalter stammenden Terrassenweinberge der Roßwager Halde zählen zu den ersten denkmalgeschützten Weinberglagen in Baden-Württemberg.

Mit ihren kleinstrukturierten Teilräumen und dem trockenwarmen, fast mediterranen Kleinklima, bieten sie einen Lebensraum für viele wärmeliebende Tier- und Pflanzenarten, z. B. die Mauereidechse. Der Lebensraum ist zudem Nahrungsbiotop für den Uhu, den Turmfalken und die Dohle. Der Roßwager Heimatverein Backhäusle hatte 2012 von der Gemeinde Illingen ein 54 Ar großes Grundstück mit Felsengalerie erhalten. Hier waren seit 200 Jahren keine Mauern mehr saniert worden, das Grundstück war teils stark verbuscht, der Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten dadurch bedroht.

Durch Inkrafttreten der Ökokontoverordnung in Baden-Württemberg im Jahr 2011 eröffnete sich für den Backhäusleverein die Möglichkeit, Investoren für das Projekt zu finden.

Die Landsiedlung Baden-Württemberg GmbH als Projektträger finanzierte das Trockenmauerprojekt und erhielt die dafür entstandenen Ökopunkte. Mit der Planung und dem noch anstehenden Monitoring beauftragte die Landsiedlung die Flächenagentur Baden-Württemberg GmbH, die sie zusammen mit dem ISTE und der Stiftung Naturschutzfonds gegründet hatte. Es handelt sich um eine sog. PIK-Maßnahme, d.h. die Verbesserung von Natur und Umwelt erfolgt bei gleichzeitiger Wiederaufnahme der Produktion von Öko-Wein auf den wiederhergestellten Rebflächen.

Zwischen September 2012 und Februar 2019 wurden in mehreren Bauabschnitten die Trockenmauern mit einer Ansichtsfläche von 820 Quadratmetern wieder hergestellt. Weitere 380 Quadratmeter werden noch saniert. Die Ökopunkte werden zum Ausgleich von Eingriffen in Natur und Umwelt eingesetzt.

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