Europäische-Innovations-Partnerschaft (EIP) Selektion und Etablierung varroatoleranter Bienen in Baden-Württemberg kurz SETBie


Die Landsiedlung hat das Projektmanagement für die operationelle Gruppe (OPG) SETBie übernommen. Zuständig dafür ist der Projektleiter Gerhard Kottek, der selbst auch Imker ist.

Die Varroamilbe ist ein Parasit der Honigbiene, welcher bisher bei Völkern, die nicht behandelt werden, zum Tode nach 1 bis 2 Jahren führt. Die Varroamilbe wandert in eine Brutzelle kurz vor deren Verdeckelung ein und vermehrt sich dann auf der Bienenlarve. Es schlüpfen dann mit der geschwächten Biene innerhalb 2 Wochen bis zu 4 neue Milbenweibchen. Dadurch steigt der Varroabefall stark an. Besonders im August, wenn die Winterbienen erbrütet werden, ist der Varroabefall so hoch, dass viele geschwächte Bienen schlüpfen. Mit vielen geschwächten Bienen kann das Volk den Winter nicht überleben.

Die Varroatoleranz soll im Projekt über die Varroa-Sensitiv-Hygiene (VSH) erreicht werden. Darunter versteht man das Verhalten von manchen Bienen durch den geschlossenen Zelldeckel hindurch wahrzunehmen ob sich in der Zelle auf der Brut eine Varroamilbe vermehrt. Diese Zelle wird dann ausgeräumt und so die Fortpflanzung der Milbe verhindert. Dieses Verhalten beruht auf mehreren Genen, welche additiv wirken. Diese Gene kommen in verschiedenen Bienenvölkern vor. Die Kunst ist es diese Völker zu finden und durch Zucht die Gene in mehreren Linien anzureichern.  

Projektziele:

  • Durch die Etablierung der VSH Linien in der Landesbienenzucht soll der Befall der Bienenvölker mit Varroamilben flächendeckend reduziert werden.
  • Dadurch wird die Bienengesundheit deutlich erhöht, die chemische Varroa- Behandlung und die hohen Winterverluste vermindert.
  • Vorselektion von Bienenherkünften aus Baden-Württemberg auf möglichst hohe VSH- Ausprägung im ersten Jahr.
  • Vollständige Analyse des Erbgutes auf Basis der Genotypen, Genaktivitäten und epigenetischen Markierungen aus Völkern mit hoher und niedriger VSH-Ausprägung.
  • Identifizierung potentieller markerrelevanter Signale aus den molekularen Daten. Weiterzüchtung dieser Herkünfte über die Besamung mit einem Drohn „Single drone insemination“ (SDI), um VSH-Linien mit möglichst hoher Ausprägung zu erhalten, welche dann als Kreuzungseltern zur Verfügung stehen.
  • Evaluierung der molekularen Marker und Vitalitätstest der Völker mit hoher VSH-Ausprägung.
  • Vorbereitung eines kostengünstigen Schnelltests, der ein breites Screening von Bienenvölkern in Baden-Württemberg ermöglicht.

Weitere Informationen finden Sie unter folgender webadresse: https://setbie.uni-hohenheim.de/projekt

Ansprechpartner:

Gerhard Kottek
Telefon:     07351 – 352 3101
Mobil:        0176 – 210 394 24
Mail:          gerhard.kottek@landsiedlung.de



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