Erste kommunale Tiny-Haus-Siedlung in Kißlegg geplant

Großes Interesse am neuen Wohntrend! Klein, reduziert und günstig.
In Kißlegg soll die erste kommunale Tiny-Haus-Siedlung entstehen.

Beispiel Tiny-Haus (mit Erlaubnis Tiny House Kisslegg GmbH)

Ortsrand, Südlage und Alpenblick: Auf einem Grundstück der Landsiedlung Baden-Württemberg GmbH sollen in einem Modellprojekt ca. 40 Tiny-Haus-Grundstücke entstehen, auf denen zukünftig „Kleinsthäuser“ stehen sollen.

Aus den USA kommend, hat sich dieser Wohntrend in den letzten Jahren auch in Deutschland etabliert. Für den Begriff Tiny-Haus gibt es noch keine verbindliche Definition. Ursprünglich sind Kleinsthäuser mit 15-20 m² Wohnfläche mit Rädern gemeint.
Diese entsprechen in Deutschland auch der Straßenverkehrsordnung, was Länge, Höhe und Gewicht betrifft. Sie dürfen also mit einem geeigneten Fahrzeug bewegt werden. Sie sind gegebenenfalls autark und damit unabhängig von Installationen zu bewohnen. Sprachgebrauchlich werden jedoch unterschiedliche Haustypen unter dem Begriff Tiny-Häuser zusammengefasst. Wenn wir heute von Tiny-Häusern reden, meinen wir damit neben den mobilen Häuschen auch Modulhäuser, welche bis zu 50 m² haben können.

Diese werden mit einem Spezialtransporter angeliefert und per Kran abgesetzt. Auch Kleinsthäuser, welche vor Ort aufgebaut werden oder umgebaute Seecontainer werden unter der Überschrift Tiny-Haus angeboten.

Im Gegensatz zu den USA, wo man außerhalb der Städte leicht ein solches Tiny-Haus aufstellen kann, wird in Deutschland entsprechendes Baurecht benötigt. Bislang ist das Angebot gering bis nicht vorhanden. Die Nachfrage jedoch ist enorm.

Die Landsiedlung hat sich, zusammen mit der Gemeinde Kißlegg entschlossen, in einem von der Landsiedlung initiierten Modellprojekt eine erste Tiny-Haus-Siedlung zu erschließen, wobei die Landsiedlung als Grundstückeigentümer gleichzeitig auch Investor und Erschließungsträger ist. Die Tiny-Haus-Siedlung soll voll erschlossen werden und über alle notwendigen Einrichtungen verfügen.

Die Grundstücke sollen, sofern das Modellprojekt gelingt, später per Erbpacht an die „Häuslebauer“ vergeben werden. Günstiger ist Wohneigentum nicht zu erlangen.

Der am 11.12.2019 vom Gemeinderat der Gemeinde Kißlegg im Allgäu gefasste Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan war sozusagen der Startschuss für das notwendige Planungs- und Genehmigungsverfahren.

Der Entwicklungsprozess bis zu einem rechtskräftigen Bebauungsplan kann sich allerdings über eine längere Zeit hinziehen. Auf diesem Weg gilt es, viele fachlichen Themen abzuarbeiten. Noch ist nicht sichergestellt, dass das Projekt tatsächlich realisiert werden kann.

Die Landsiedlung ist sich jedoch sicher, dass das Modell auch anderen Ortes mehrfach repliziert werden kann.

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